Berta 1 und Berta 2

Es sind Fremde im Garten, was soll das! Hat das der Hund auch schon bemerkt? Tu doch was!

Berta 1 erkennt Fremde sofort. Sie „bellt“ wie ein kleiner Hund, mein Federterrier also. Aber sie greift nicht an, sie beobachtet. Sie „peckt“ mit dem Schnabel niemals, der wird verwendet um Körner auseinanderzusortieren, wenn ich Futter bringe. Oft entpricht das nicht ihrer Zusammensetzung, also muss sie sichs rauspicken, was ihr schmeckt. Berta 2 ist da nicht viel anders. Sie kann aber schonmal ein Hund oder einen Hund am Kragen packen, wenn sie meint, dass was ihr gehört. Frisches Toastbrot zum Beispiel.

Berta 2 hat verkrüppelte Füsse und ist schlecht zu Fuss. Daher hat sie richtig Sitzen gelernt, sie frisst oft im Sitzen.

Und das Schönste für die beiden Damen: Bauchkraulen, da kriegen sie einen beseelten Blick noch kurz, bevor die Augen zufallen und sie sich anlehnen müssen, weil sie vor Entspannung nicht mehr stehen können. Es gibt auch den „Magst-du-mir-vielleicht-den-Bauch-oder den Rücken kraulen-Blick“:

Das Leben mit Puten stellt man sich womöglich anders vor. Eher werden sie gegessen und davor ziemlich schlecht gehalten, gemästet und, wenn sie zweifelhaftes Glück haben, bereits  getötet bevor sie 1 halbes Jahr alt sind oder sie werden erschlagen, weil sie krank sind oder das Schlachtgewicht nicht erreicht haben.